Checkliste zum Webdesign-Vertrag: Auf diese Stolperfallen sollten Freiberufler achten

Facebook
Twitter
XING
LinkedIn
WhatsApp
Pocket
Email

Nicht nur die Präsenz in den Social Networks ist für Selbständige und Freiberufler wichtig – am Anfang und Ende steht die eigene Homepage. Sie ist das digitale Schaufenster, mit dem der Freelancer sich und seine Leistungen präsentiert. Semiprofessionelle oder veraltete Webseiten werden heute kaum noch verziehen. Daher werden auch schon für kleinere „Webseiten“ professionelle Webdesigner oder Agenturen engagiert. Doch was passiert, wenn es trotz der eingekauften Profileistung zu finanziellen Forderungen von Dritten kommt? Wer haftet für rechtswidrige Inhalte der Webseite? Fragen, die das Verhältnis zwischen Auftraggeber, Webdesigner und dem Dritten (dessen Rechte verletzt wurden) kompliziert machen können. Und wenn im Vorfeld keine entsprechenden vertraglichen Regelungen getroffen wurden, sogar höchst problematisch…

Praxistipps zur Vertragsgestaltung: Auf welche Regelungen Freelancer beim Webdesign-Vertrag achten sollten. Egal, ob Auftraggeber oder Dienstleister.
Vorsicht ist besser als Nachsicht! Deswegen sollten Dienstleistungs-Verhältnisse schriftlich abgeklärt werden – wie hier mit einem Webdesign-Vertrag.

Experte Dr. Sami Bdeiwi macht deutlich, was in der Praxis ohne grundlegende vertragliche Regelungen passieren kann – und zeigt, welche Inhalte in Webdesign-Verträgen wie geregelt werden sollten. Stichwort: Vergütung, Nutzungsrechte, Haftungsregeln oder Kündigungsrechte. Mein Fundstück der Woche.

Auftraggeber vs. Webdesigner oder Dritte vs. Auftraggeber

Der Experte für IT-, Datenschutzrecht und Recht der sozialen Medien zeigt in seinem Artikel auf contenmanager.de Stolperfallen und Fallstricke rund um den Webdesign-Vertrag. Er unterscheidet dabei zwischen zwei möglichen Problemkonstellationen:

  • Entweder geht es klassisch um einen Diskurs zwischen dem Auftraggeber und dem dienstleistenden Webdesigner, oder aber
  • um eine Streitsache zwischen dem Auftraggeber und einem Dritten, z.B. weil dessen Rechte durch den Website-Auftritt verletzt wurden (Schlagwort: Urheberrecht).

Und (fast) immer sind die Ursachen für solche Auseinandersetzungen fehlende oder unzureichende vertragliche Regelungen. Denn es genügt nicht, sich nur auf gesetzliche Regelungen z.B. im BGB, zu verlassen…

Welche vertraglichen Regelungen dürfen nicht fehlen?

Die praxisnahe Zusammenfassung des Rechtsexperten spiegelt die wichtigsten Punkte eines Webdesign-Vertrages wider – gut zum „entlanghangeln“ und abhaken:

  • Pflichtenheft mit Leistungsphasen (Konzept, Entwurf, Fertigstellung), Freigabe und Abnahme
  • Regelungen zur Vergütung (insbesondere Mehraufwand), Fälligkeit sowie Zahlungsmodalitäten
  • Einräumung von Bearbeitungs- und Nutzungsrechten (so umfänglich wie möglich)
  • Klauseln zur Sach- und Rechtsmängelgewährleistung sowie Prüf- und Rügepflichten
  • Haftungsregelungen und Freistellungsklauseln
  • Möglichkeit zur außerordentlichen Kündigung samt Kündigungsgründen
  • Weitere Leistungspflichten, z.B. Datenschutz- und Geheimhaltungsvereinbarungen
Fazit: Ganz nach dem Motto: Regelungen im Vorfeld sind besser als im Nachhinein, wenn das „Kind bereits in den Brunnen gefallen ist“, erklärt Autor und Rechtsexperte Bdeiwi anschaulich warum es eines schriftlich fixierten Webdesign-Vertrags bedarf und welche Bestandteile er beinhalten sollte. Dabei wird auch dem rechtlich Unversierten schnell klar, worauf es ankommt.
Zentraler Punkt: eine Klausel zur Einräumung von umfänglichen Bearbeitungs- und Nutzungsrechten, damit der Betrieb, die Pflege und ggf. Anpassung der Webseite langfristig sichergestellt ist

» Rechtsexperte Sami Bdeiwi: „Fallstricke beim Webdesign-Vertrag“

Weiterführende Informationen

Kategorien

Über Ralph Günther

RGPortrait eckig final

Schnell, einfach und komplett online: So stellte ich mir als Versicherungsmakler den Abschluss einer Berufshaftpflicht für Freelancer und Selbständige vor.  Da kein Anbieter eine ansprechende Lösung hatte, setzte ich meine Idee 2008 selbst um und gründete die exali AG (damals exali GmbH). Über meine persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse schreibe ich auf dem RGBlog.

Über die exali AG

exali logo

Die exali AG mit Sitz in Augsburg ist der Spezialist für Berufshaftpflicht-versicherungen für Freelancer und Selbständige. Ein intuitiver Online-Rechner ermöglicht den Abschluss einer Berufshaftpflicht in unter 10 Minuten. Bei exali treiben wir die Digitalisierung der Versicherungsbranche jeden Tag ein weiteres Stück voran.

Facebook
Twitter
XING
LinkedIn
WhatsApp
Pocket
Email

Alles rund um Chancen und Risiken im Business auf exali.de:

virus
Viren, Würmer und Trojaner: Diese Malware Arten gibt es

Virus, Wurm oder Trojaner? Wir erklären den Unterschied zwischen den verschiedenen Malware-Arten und verraten Ihnen, wie Sie Ihr Business vor teuren Cyberschäden schützen können.

weiterlesen

Interview Lisa Rudolf Artikelbild
Start in die Selbständigkeit: Interview mit SEO-Expertin Lisa Rudolf
Seit Anfang 2022 berät Lisa Rudolf hauptberuflich Selbständige, Blogger:innen und Unternehmen in Sachen Suchmaschinenoptimierung. Mit uns sprach sie über den Start in die Selbständigkeit,… weiterlesen
data gcc
Datenverlust nach Sicherheitsupdate – ein echter exali Schadenfall
Für einen IT-Dienstleister geriet eine Routinetätigkeit zum Alptraum: Beim Aufspielen eines Sicherheitsupdates für seinen Auftraggeber verschwanden wichtige Daten – auch ein angefertigtes… weiterlesen
build
Architektinnen und Architekten aufgepasst: Schnell noch zu exali.de wechseln und sparen!
Nutzen Sie Ihr Kündigungsrecht zum 30.09. und wechseln Sie Ihre Architekten-Haftpflicht. Mit dem Beitragsrechner von exali.de geht’s schnell einfach und sicher! weiterlesen

Schnell, einfach und komplett online: So stellte ich mir als Versicherungsmakler den Abschluss einer Berufshaftpflicht für Freelancer und Selbständige vor.  Da kein Anbieter eine ansprechende Lösung hatte, setzte ich meine Idee 2008 selbst um und gründete die exali AG (damals exali GmbH). Über meine persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse schreibe ich auf dem RGBlog.
RGPortrait eckig final

Schnell, einfach und komplett online: So stellte ich mir als Versicherungsmakler den Abschluss einer Berufshaftpflicht für Freelancer und Selbständige vor.  Da kein Anbieter eine ansprechende Lösung hatte, setzte ich meine Idee 2008 selbst um und gründete die exali AG (damals exali GmbH). Über meine persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse schreibe ich auf dem RGBlog.

LogoBlog

Die exali AG mit Sitz in Augsburg ist der Spezialist für Berufshaftpflicht-versicherungen für Freelancer und Selbständige. Ein intuitiver Online-Rechner ermöglicht den Abschluss einer Berufshaftpflicht in unter 10 Minuten. Bei exali treiben wir die Digitalisierung der Versicherungsbranche jeden Tag ein weiteres Stück voran.