So lasst ihr euch nicht abhängen

Die Konkurrenz im Blick: Wettbewerbsanalyse in 3 Schritten

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Was macht die Konkurrenz? Das ist eine Frage, die sich alle Unternehmer und Selbständige immer wieder fragen sollten. Wer sich nicht darum kümmert und seine Konkurrenten aus den Augen verliert, bringt sein Business in Gefahr. Denn wie heißt es so schön, „die Konkurrenz schläft nicht.“ Und eben deshalb kann es schnell passieren, dass sie vorbeizieht. Damit das nicht passiert, erfahrt ihr hier, wie eine Wettbewerbsanalyse funktioniert.  

Die Konkurrenz nicht aus den Augen verlieren – So analysiert ihr eure Wettbewerber richtig!
Die Konkurrenz nicht aus den Augen verlieren – So analysiert ihr eure Wettbewerber richtig!

Also rückt euren Konkurrenten auf die Pelle, und zwar Schritt für Schritt… 😉

Schritt 1: Wettbewerber benennen

Bevor ihr mit der Analyse loslegen könnt, müsst ihr erst einmal eure Wettbewerber kennen. Auch wenn ihr vielleicht noch nicht lange im Geschäft seid, fallen euch sicher auf Anhieb eure stärksten Konkurrenten ein. Wenn ihr darüber hinaus noch weitere Wettbewerber identifizieren wollt, könnt ihr im Internet recherchieren und in Branchenverzeichnissen oder Fachzeitschriften nachschauen. Für einen Überblick über die Konkurrenz in der näheren Umgebung lohnt sich auch der Blick in regionale Zeitungen. Für den Anfang reicht es, wenn ihr circa fünf eurer wichtigsten Konkurrenten in eure Analyse einbezieht.

Schritt 2: Zahlen und Daten sammeln

Wenn ihr wisst, wer eure Konkurrenten sind, müsst ihr sie kennenlernen. Und dazu heißt es: Daten, Fakten, Informationen sammeln! Und zwar so viele ihr kriegen könnt. Dabei ist es sinnvoll, diese in Kategorien einzuteilen, um sie später besser analysieren zu können. Solche Kategorien können beispielsweise sein:

  • Allgemeine Informationen: Unternehmensgröße, Jahresumsätze der letzten Jahre, Mitarbeiterzahl, Gründer/Inhaber, Geschichte
  • Produktstrategie: Markenstrategie, Tiefe und Breite des Sortiments, geplante Erweiterungen, Produktbewertungen, Preispolitik
  • Marketingstrategie: Werbemaßnahmen, Werbekanäle, Marketingbudget
  • SEO-Daten: Rankings, Keywords, Content, Social-Media-Auftritte
  • Vertrieb: Vertriebsstrategie, Vertriebskanäle, Absatzmärkte, Größe des Vertriebsteams
  • Service: Servicestrategie, Erreichbarkeit, Kundenzufriedenheit, Kundencenter
  • Zukünftige Ausrichtung: Ziele, Marktanteile, Planung neuer Niederlassungen, Erweiterung der Produktpalette, Investitionen

Ihr fragt euch jetzt vielleicht, wie ihr an diese Daten kommt, ohne einen Spitzel bei der Konkurrenz einzuschleusen. Keine Angst, es gibt sehr viele Quellen, aus denen ihr eure Informationen ziehen könnt. Zum Beispiel:

  • Suchmaschinen: Hier könnt ihr ganz einfach abfragen, für welche Keywords eure Konkurrenten ranken, zu welchen Themen sie Content bereitstellen oder welche Anzeigen sie schalten. Natürlich könnt ihr auch weitere Infos zu euren Wettbewerbern einfach herausfinden, indem ihr sie googelt.
  • Unternehmensdatenbanken (beispielsweise orbis oder bisnode)
  • Fachzeitschriften eurer Branche
  • Branchenmessen: Es schadet nie, eure Konkurrenten persönlich kennenzulernen
  • Geschäftsberichts-Datenbanken (bundesanzeiger)
  • Foren, Blogs, Social Media: Hier erfahrt ihr am besten, was eure Konkurrenz bewegt, mit welchen Themen sie sich beschäftigt und welche Produkte, Services und Innovationen sie bieten.

Schritt 3: Auswerten und handeln

Ihr kennt jetzt eure Konkurrenten und habt die wichtigsten Informationen über sie gesammelt. Nun geht es an die eigentliche Analyse und Auswertung der Ergebnisse. Natürlich könnt ihr selbst die Ergebnisse in einer Excel-Tabelle auflisten. Einfacher und übersichtlicher funktioniert es aber mit kostenlosen Tools, die ihr aus dem Netz herunterladen könnt. Tools zur Konkurrenzanalyse findet ihr beispielsweise hier zum Download: Für-Gründer.

Tipp: Bei t3n gibt es eine Übersicht über 14 Tools, die euch bei der Konkurrenzanalyse helfen.

Wenn ihr nun wisst, wer eure stärksten Konkurrenten sind, wo diese stehen und was sie besser oder schlechter machen, dann solltet ihr daraus Maßnahmen für euch ableiten. Was könnt ihr euch bei der Konkurrenz abschauen? Wo könnt ihr euch jetzt schon abheben und wo gibt es Nachholbedarf? Hier solltet ihr euch auf einige wenige Punkte beschränken, die ihr in Angriff nehmt und für die ihr konkrete Ziele formuliert und zukünftig kontrolliert. Denn es bringt nichts, willkürlich und ohne Ziel bei der Konkurrenz „abzukupfern.“

Die Wettbewerbsanalyse ist außerdem ein wichtiger Bestandteil eures Businessplans und eine Basis für eure Unternehmensstrategie. Deshalb ist eines besonders wichtig: Mit einer Wettbewerbsanalyse ist es nicht getan. Eure Konkurrenz müsst ihr immer im Blick behalten und in regelmäßigen Abständen analysieren. Denn wie ihr wisst: „Die Konkurrenz schläft nie“… 😉

 

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Über Ralph Günther

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Schnell, einfach und komplett online: So stellte ich mir als Versicherungsmakler den Abschluss einer Berufshaftpflicht für Freelancer und Selbständige vor.  Da kein Anbieter eine ansprechende Lösung hatte, setzte ich meine Idee 2008 selbst um und gründete die exali AG (damals exali GmbH). Über meine persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse schreibe ich auf dem RGBlog.

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