Co-Working Space: Die optimale Arbeitsumgebung für Startups?

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Großraumbüro, Einzelarbeitsplatz, Lounge oder doch gleich Home-Office? Wie und wo es sich am besten arbeiten lässt, darüber wird viel und ausführlich gestritten. Gerade Startups und Freiberufler wollen neue Wege gehen und brauchen sinnvolle Alternativen zum klassischen Arbeitsplatz. Ist Co-Working das Zauberwort?

Gleicher Raum, aber nicht gleiches Business – Co-Working als Arbeitskonzept für Startups?
Gleicher Raum, aber nicht gleiches Business – Co-Working als Arbeitskonzept für Startups?

Mein heutiger Gastautor Stefan Gassner von SAGE Immobilien erklärt, welche Vorteile Co-Working Spaces bieten und ob Dein Unternehmen dafür geeignet ist.

Home-Office ist unproduktiv und wenig professionell, eigene Büroräumlichkeiten sind schwer zu finden und in guter Lage vor allem eines: teuer. Einen Kompromiss zwischen den Annehmlichkeiten eines Büros und günstigen Preisen sollen sogenannte Co-Working Spaces darstellen.

Was ist Co-Working und für wen eignet es sich?

Co-Working Spaces hören sich sehr futuristisch an und doch versteckt sich dahinter meist nichts anderes als ein simples Großraumbüro. Der Unterschied zu einem „normalen“ Büro ist jedoch, dass hier viele verschiedene Menschen aus den unterschiedlichsten Branchen zusammenkommen, um miteinander auf gleichem Raum zu arbeiten.

Du kannst Dir entweder einen fixen Stamm-Arbeitsplatz anmieten, zu dem Du rund um die Uhr Zugang hast und den Du mit niemandem teilen musst. Oder Du entscheidest Dich für die flexible Variante. Je nachdem, wie viel Zeit Du im Co-Working Space verbringen möchtest, machen beide Alternativen durchaus Sinn.

Vor allem eignet sich Co-Working für folgende Personen und Unternehmen:

  • Startups
  • Freelancer
  • Gründer
  • Jungunternehmer
  • KMU
  • Blogger
  • Studenten
  • Digitale Nomaden

Eine spezielle Branche, die sich häufig in Co-Working Spaces niederlässt, gibt es nicht. Es gibt keinen klassischen Co-Worker, sondern es ist ein buntes Potpourri, das gerade deshalb so reizvoll ist. Theoretisch kann in einem Co-Working Space der Marketingleiter einer Fleischfirma neben der Betreiberin eines Vegan-Blogs sitzen. Genau diese Mischung macht den Reiz eines Co-Working Spaces aus.

Das sind die Vorteile des gemeinsamen Arbeitsplatzes

Doch warum solltest Du Dich als Startup gerade in einem Co-Working Space niederlassen? Wir zeigen Dir gerne die Vorteile, die sich aus dieser Arbeitsplatzform ergeben:

  • Co-Working ist um einiges günstiger als ein eigenes Büro, bietet aber trotzdem alles, was Du brauchst. Vom Drucker bis zur Kaffeemaschine sind alle Bedürfnisse erfüllt. Die Betriebskosten sind bereits im Preis enthalten.
  • Auf Wunsch kannst Du die Adresse des Co-Working Space als Firmenadresse angeben und sogar ein Firmenschild anbringen lassen, wenn Du planst, Dich längerfristig niederzulassen.
  • In Konferenzräumen kannst Du Deine Kunden und Partner treffen und in einer seriösen Umgebung miteinander verhandeln.
  • Co-Working ist kommunikativ. Du kannst Dich mit anderen Co-Workern austauschen, von ihren Erfahrungen lernen und man kann sich gegenseitig inspirieren. Vielleicht kannst Du ja auch mal gemeinsame Projekte angehen oder sogar schon erste Kunden von Dir begeistern.
  • Du wirst nicht so schnell einsam. Gerade, wenn Du ein geselliger Mensch bist, bist Du in einem Co-Working Space besser aufgehoben als zuhause. Man trifft sich zu gemeinsamen Kaffeepausen und kann sich so nicht nur ein geschäftliches, sondern auch ein soziales Netzwerk aufbauen.
  • Wenn Du im Home-Office Dein Privatleben noch nicht strikt von Deiner Arbeit trennen konntest, gehört dies nun der Vergangenheit an. Es ist schließlich leichter, Dich von einer guten Serie ablenken zu lassen, wenn Du im Pyjama auf der Couch arbeitest.
  • Die Energie, die in Co-Working Spaces herrscht, wirkt sich auch positiv auf Deine eigene Motivation aus. Wenn schon alle um Dich herum produktiv sind, willst Du da sicher nicht hinterherhängen.

Die Nachteile von Co-Working

Gerade Einzelunternehmer sehen oft nicht ein, warum sie Geld für einen Arbeitsplatz ausgeben sollten, wenn es sich genauso gut von Zuhause aus arbeiten lässt. Hier musst Du abwägen, ob Du gerne zuhause arbeitest, oder ob Du in einem Co-Working Space mit Büroatmosphäre produktiver sein kannst.

Zudem sind manche Menschen eher ungesellig und mögen keine lauten Geräusche. Auch, wenn Du die meiste Zeit im Co-Working Space wahrscheinlich nicht mehr hören wirst als das Klacken von Tastaturen, können laute Telefonate Dich dennoch aus der Ruhe bringen.

Produktives Arbeiten in dieser besonderen Atmosphäre

Wenn Du zu den Menschen gehörst, die sich schnell von Geräuschen ablenken lassen, solltest Du auf jeden Fall entsprechende Maßnahmen treffen, bevor Du Dich auf längere Zeit im Co-Working Space niederlässt. Wenn Geräusche Dich sehr stören, besorge Dir gute Ohrstöpsel oder schalldichte Kopfhörer, mit denen Du auch mal Musik hören oder Recherchevideos gucken kannst, ohne andere damit zu stören.

Denn das ist gleich die oberste Regel in Großraumbüros: Störe möglichst niemanden. Respektiere, dass andere auch ihre Ruhe haben wollen. Gequatscht wird in der Küche oder bei der Raucherpause, aber nicht neben anderen. Telefoniert wird so leise wie möglich und wenn Du merkst, dass das Gespräch länger dauern könnte, gehe lieber vor die Tür. Wenn Dein Co-Working Space eigene Telefonkammern anbietet, nutze am besten diese.

Eignet sich ein Co-Working Space für Startups? Ganz klar: Ja! Durch das geringe Risiko und die kurzen Vertragslaufzeiten ist diese Office-Lösung prädestiniert für junge Unternehmen, die flexibel auf etwaige Veränderungen reagieren müssen. Zudem fördert der gemeinsame Spirit die Produktivität. Informiere Dich doch einfach mal über Angebote in Deiner Nähe und probiere es aus. Die meisten Anbieter ermöglichen sogar Tages- oder Wochentarife. So kannst Du selbst testen, ob Du diese Arbeitsumgebung magst.

Über den Autor

Mag. (FH) Stefan Gassner ist Geschäftsführer von SAGE Immobilien Zell am See. Durch seine jahrelange Branchenerfahrung und sein Know-how als Immobilientreuhänder ist er auch für Start-Ups und Jungunternehmer der ideale Ansprechpartner.

Stefan Gassner

 

 

 

 

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Über Ralph Günther

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Schnell, einfach und komplett online: So stellte ich mir als Versicherungsmakler den Abschluss einer Berufshaftpflicht für Freelancer und Selbständige vor.  Da kein Anbieter eine ansprechende Lösung hatte, setzte ich meine Idee 2008 selbst um und gründete die exali AG (damals exali GmbH). Über meine persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse schreibe ich auf dem RGBlog.

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