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Ralph Günther
exali-Gründer | Versicherungsexperte
Schluss mit Bauchgefühl

Erfolgsfaktor Datenanalyse: Schneller bessere Entscheidungen treffen

Egal ob Google Analytics, Umsatzzahlen oder Meinungsumfrage, jede Firma verfügt über messbare Kennzahlen, die einiges über den eigenen Erfolg verraten. In den wenigsten Fällen sind es allerdings diese Daten, die den Unternehmenskurs vorgeben, sondern einzelne Entscheidungsträger. Dabei ließen sich aus bestehenden Daten aussagekräftige Prognosen für die Zukunft erstellen. Wie ihr ab sofort Daten als Entscheidungsgrundlage verwendet, verrate ich euch jetzt.

Bunt, übersichtlich und einfach. So sehen gut strukturierte Datensätze aus. Hier erfahrt ihr, wie ihr Daten als Entscheidungsgrundlage nutzt…
Bunt, übersichtlich und einfach. So sehen gut strukturierte Datensätze aus. Hier erfahrt ihr, wie ihr Daten als Entscheidungsgrundlage nutzt…

Und ganz nebenbei lassen sich Entscheidungen so auch viel besser nachvollziehen.

1. Kompetenzen aufbauen

In kleinen und mittleren Unternehmen werdet ihr selten einen Data-Analyst finden, obwohl auch kleine Firmen Daten sammeln und verarbeiten. Sensibilisiert deswegen die Mitarbeiter, die ihr bereits habt, für die Bedeutung korrekter Messwerte. Immer wieder kommt es zum Beispiel vor, dass an verschiedenen Stellen im Unternehmen Daten gesammelt werden, aber die Datensätze nie verglichen oder als ganzes Bild betrachtet werden. Nutzt Schulungen und Fortbildungen, um Angestellte in der Datenverarbeitung fit zu machen und setzt auf analytisch denkende Mitarbeiter. Nicht jedes Unternehmen braucht einen Statistiker oder Informatiker, aber jedes Unternehmen braucht jemanden, der versteht, was hinter den eigenen Zahlen steckt.

2. Kritisch hinterfragen

Damit sich aus den gemessenen Ergebnissen überhaupt etwas herleiten lässt, sollten die Daten einen ordentlichen Realitätscheck bekommen. Überprüft die Quellen auf Zuverlässigkeit und vergleicht externe mit internen Daten. Achtet aber stets darauf, dass ihr nur Gleiches mit Gleichem vergleicht und nicht die sprichwörtlichen Äpfel und Birnen. Stellt sicher, dass die Ziele eurer Mitarbeiter unabhängig von den gemessenen Daten sind, um diese nicht zur Manipulation zu verführen. Außerdem solltet ihr eure Analysen stets auf lange Zeiträume stützen. Mit den Zahlen aus dem Sommerloch oder dem Weihnachtsgeschäft allein entsteht kein aussagekräftiges Bild. Seid euch zudem stets bewusst, welche Ziele ihr als Unternehmen erreichen wollt. Nur wenn ihr die richtigen Fragen stellt, bekommt ihr auch die richtigen Antworten.  

3. Mit gutem Beispiel vorangehen

Wenn ihr euch wünscht, dass euer Unternehmen datenfokussiert agiert, dann sollte der Prozess von der Führungsebene ausgehen. So beugt ihr nicht nur Kompetenzgerangel vor, ihr beweist auch, wie wichtig das Thema für die Firma ist. Vorgesetzte, die datengetrieben entscheiden, haben automatisch gute Argumente für ihre Vorgehensweise und sollten diese auch transparent für alle Mitarbeiter darlegen. Auf diese Weise laden sie zum Nachmachen ein und schärfen den Blick aller für die Ziele und Prioritäten des Unternehmens. Nach einiger Zeit wird klar, in welche Richtung sich die Firma entwickeln soll und welche Zahlen besonders aussagekräftig sind. So lassen sich Entscheidungsprozesse verkürzen sowie nach und nach delegieren, was Vorgesetzte dauerhaft entlastet.

Beispiele für Datenquellen in Unternehmen:

  • Quartalszahlen
  • Google Analytics
  • Umfragen
  • Social Media
  • Bestandsdaten (Kunden, Interessenten)
  • Newsletter-Auswertungen
  • Kommentare
  • Bewertungen
  • Außendienst
  • Kundenservice
  • Rechnungsstelle

4. Daten richtig aufbereiten

Fängt man erst einmal an, sich mit Datenanalyse zu beschäftigen, wird man schnell überwältigt von der Fülle an Informationen. Achtet daher darauf ressourcensparend zu arbeiten. Dazu gehört unter anderem, nicht alle Faktoren und Messwerte zu erfassen, nur weil es geht, sondern im Gegenteil, ablenkende Zusatzinformationen auszublenden. Gerade wenn ihr eure Daten präsentiert, solltet ihr auf einfache Darstellungen wie Grafiken und Tabellen setzen. Nutzt die Softwarelösungen, die eure Kollegen auch auf ihren Rechnern haben. Wird bei euch viel mit Excel gearbeitet, dann exportiert die Daten dorthin und entfernt alles, was für andere irrelevant ist. Ebenso wichtig ist es zu automatisieren, wo es geht. Nutzt Berichte und Erinnerungen sowie Tools, die leicht verständlich sind.

 

Fazit: Wissen ist Macht! Bewaffnet euch also mit den eigenen Unternehmenszahlen und nutzt diese als Entscheidungsgrundlage. So schießt ihr mit euren Plänen nie wieder planlos ins Blaue.

 

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Über Ralph Günther

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Schnell, einfach und komplett online: So stellte ich mir als Versicherungsmakler den Abschluss einer Berufshaftpflicht für Freelancer und Selbständige vor.  Da kein Anbieter eine ansprechende Lösung hatte, setzte ich meine Idee 2008 selbst um und gründete die exali AG (damals exali GmbH). Über meine persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse schreibe ich auf dem RGBlog.

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