beratersprech.de: Köstlich amüsante Sprüche, an denen sich auch „Die Zeit“ ungefragt bedient hat (#Urheberrechtsverstoß)

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Das Thema Urheberrechtsverletzung scheint eine never ending story zu sein. Doch dass selbst der Zeitungsgigant „Die Zeit“ in diese rechtliche Stolperfalle tappt, hätte ich (vor allem, weil mit den großen Verlagen in puncto Copy & Paste selbst nicht gut Kirschen essen ist) so nicht erwartet. 🙂 Was ist passiert? Ein findiger Redakteur hatte wohl den großartigen Blog beratersprech.de entdeckt, mit den witzigsten Sprüchen seinen Artikel geschmückt und – ups – jegliche Art von Quellenangabe glatt vergessen. Natürlich weist das Impressum der Seite freundlich darauf hin, dass die Inhalte dem deutschen Urheberrecht unterliegen– und eine Verbreitung der Zustimmung des Autors bedarf… Aber vor der Stolperfalle Rechtsverletzung scheint wohl niemand gefeit zu sein… Das Schöne ist, dass ich bei dieser Recherche den „Beratersprech-Blog“ für mich entdeckt habe – ein definitives „Lese-Muss“.

paper

Warum Tom Hillenbrand, Initiator des „Beratersprech-Blogs“ nicht schlecht staunte, als er in der gedruckten Ausgabe der „Zeit“ seine Sprüche las und warum die (nicht nur Berater) zum Schmunzeln bringen: Mein Fundstück der Woche.

„Arme Würstchen, die fremde Federn verwursten, betreiben Würstchenjournalismus …“

Journalist Detlef Guertler berichtet im Artikel „Würstchenjournalismus“ des taz-Blogs über die ganze Geschichte des Zitierens der „Zeit“ ohne Zitatrecht-Achtung.

Dabei bezieht er sich auf die Glosse von beratersprech-Initiator Thomas Hillenbrand, in der er einen imaginären Zeit-Redakteur sich selbst fragen lies, wie das denn so ist mit dem Copyright – vor allem, wenn man bei einem Verlag beschäftigt sei, der „relativ humorfrei“ sei, was eigene Inhalte anginge. Amüsante Lesekost. 🙂

P.S.: Die Glosse selbst ist im Netz gerade leider nicht mehr verfügbar, weil Thomas Hillenbrand kürzlich das komplette Backend abgerauscht ist, wie er mir am Telefon erzählt hat.

Nicht nur für Consultants: Der Blog „Beratersprech“

Doch jetzt zum eigentlichen Spaß an der Freude. Frei nach dem Motto: „Berater sprechen kein Deutsch. Berater sprechen Beratersprech.“ Werden auf beratersprech.de kuriose Sprüche gesammelt – so tatsächlich gesagt und gehört im deutschen (Consulting-) Büroalltag.

Ich lasse die folgenden von der Seite zitierten Sprüche einfach wirken (da wo sie herkommen, gibt es noch viele mehr):

  • „Sorry, hab‘ nur high-priority-actionables auf dem Screen. Für den Rest bin ich zu tight getaktet.“
  • „Das Topic bitte eng beobachten, monitoren und reliable forecasten.“
  • „Wo ist der Assistant Deputy Vice President für dry canned foods?“
  • “Es reicht nicht mehr, die competition zu leapfroggen. Wir müssen die distributors disrupten.“
  • „Wir müssen die Präsenzkultur wieder enforcen. Mit so einer Skeleton Crew kann ich nicht performen!“

Übrigens: Die habe ich nicht einfach so übernommen, sondern nett um Erlaubnis gefragt! 🙂

Fazit: Das Beispiel zeigt wieder einmal, dass die Stolperfalle Urheberrecht wirklich Jeden erwischen kann – selbst die Zeitungsverlagsgröße „Die Zeit“. Im allgemeinen Bewusstsein scheint immer noch nicht durchgedrungen zu sein, dass Web-Inhalte demselben Urheberrecht unterliegen, wie gedruckte Erzeugnisse. Deswegen unbedingt immer das gute alte Zitatrecht beachten!
Doch wäre den Kollegen der „Zeit“ dieser Fauxpas nicht passiert, wäre der Blog „Beratersprech“ an mir (und Euch) vorbei gegangen – was zu schade gewesen wäre. Deshalb: Viel Spaß beim Stöbern und vielleicht auch Wiedererkennen des einen oder anderen Spruchs. 🙂

Übrigens: Im Gespräch hat mir Thomas Hillenbrand erzählt, dass sich die „Zeit“ mittlerweile bei ihm entschuldigt und nachträglich auf sein Copyright hingewiesen hat. Auf die angebotene Schadenersatzzahlung hat er verzichtet – ihm ging es um`s Prinzip, dass Inhalte nicht einfach ohne Nachwies übernommen werden, wie er sagt: „Ich habe kein Problem damit, wen man mich zitiert. Der Spaß und das Communitiybuilding stehen im Vordergrund.“
Finde ich stark von ihm!

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Schnell, einfach und komplett online: So stellte ich mir als Versicherungsmakler den Abschluss einer Berufshaftpflicht für Freelancer und Selbständige vor.  Da kein Anbieter eine ansprechende Lösung hatte, setzte ich meine Idee 2008 selbst um und gründete die exali AG (damals exali GmbH). Über meine persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse schreibe ich auf dem RGBlog.

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