Lebenslanges Lernen

Weiterbildung, Schulung, Fortbildung: Ein Leben lang erfolgreich lernen

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Erinnerst du dich noch daran, wie du es als Kind kaum erwarten konntest, etwas Neues zu entdecken und dazuzulernen? Jeder Tag war voller Spannung, du hast alles aufgesogen und niemand musste dich dazu zwingen. Leider beobachte ich über die Jahre immer wieder, wie viele Menschen diese Lust am Lernen verlieren und Neugier plötzlich zur Pflichtübung wird. Dagegen möchte ich etwas tun und dir zeigen, wie du lebenslanges Lernen nicht nur in deinen Alltag integrierst, sondern auch noch jede Menge Spaß dabeihast.

Kür statt lästige Pflicht: Unter den richtigen Umständen macht Lernen eine Menge Spaß
Kür statt lästige Pflicht: Unter den richtigen Umständen macht Lernen eine Menge Spaß

Dazu zu lernen und sich stetig weiterzuentwickeln ist für mich ein essentieller Bestandteil sowohl des Berufs- als auch des Privatlebens. Schließlich gibt es keine Ausbildung oder Studium zum Vorstand eines Unternehmens. Da musste ich als Gründer, Arbeitgeber, Geschäftsführer und später Vorstand so einiges (dazu)lernen. Viel zu oft geht uns die Freude am Lernen aber im Lauf der Jahre verloren. Dabei ist diese lebenslange Neugier, die Lust auf Neues und sich weiterzuentwickeln der Motor, der nicht nur dich als Mensch, Gründer:in und Führungskraft weiterbringt, sondern auch dein Team.

Die gute Nachricht: Sich weiterzubilden muss weder anstrengend noch langweilig sein, denn lebenslanges Lernen geht in meinen Augen weit über das Lernen für Schule, Ausbildung und Studium hinaus – es dient der Entwicklung deiner Persönlichkeit. Im Idealfall macht dieser Prozess Spaß, unterhält dich und macht dich (spätestens nach den ersten Erfolgen) sehr zufrieden.

Neugier als Motor für lebenslanges Lernen

Neugier ist wohl der wichtigste Treibstoff, wenn es darum geht, sich fortzubilden. Dank ihr bekomme ich immer wieder Lust auf neue Herausforderungen und bin gespannt, was mir alles einfällt, um ein Problem zu lösen. Dieser Mechanismus ist auch abseits vom Job unheimlich hilfreich – neue Aufgaben (und damit immer wieder auch Schwierigkeiten) erwarten uns schließlich überall. Gerade auf meinen Reisen konnte ich sehr von dieser Einstellung zehren. Sie hat mir geholfen, nicht den Mut zu verlieren, auch wenn es unterwegs mal schwierig wurde und macht es mir leichter, auch künftige Herausforderungen optimistisch anzugehen.

Anstatt dich oder Andere zum Lernen zu zwingen, ist es viel wichtiger, an die Eigeninitiative zu appellieren und Neugierde zu schüren. Komplexe Aufgaben selbständig zu lösen befriedigt ungemein und macht schnell Lust, diese Erfahrung zu wiederholen. Gelingt es dir, diese Haltung in deinem Team zu etablieren, werden deine Mitarbeiter:innen sich künftig eigenständig mit Problemen auseinandersetzen, anstatt nur auf deine Anweisung hin. Dabei helfen können zum Beispiel:

  • Das Etablieren neuer Projektmanagementmethoden

Schwierigkeiten = Weiterentwicklung

Mit der passenden Portion Neugier gelingt es dir, bei der Konfrontation mit Schwierigkeiten eine positive Grundeinstellung beizubehalten und dich weiterzuentwickeln. Außerdem sorgt sie für die nötige Portion Demut. Ich versuche, mir regelmäßig bewusst zu machen, dass auch ich niemals ausgelernt habe und nie über jeden Zweifel erhaben bin. Das erdet unheimlich und ich bleibe offen für Neues.

Zusätzlich wird dir die beruhigende Wirkung der Neugier zugutekommen. Was vielleicht erstmal widersprüchlich klingt, ergibt Sinn, wenn man sich selbst nicht als abgesondert von seinen Mitmenschen betrachtet, sondern als Teil einer Gemeinschaft. Nach meiner Erfahrung merkt man nämlich schnell, dass man mit seinen Herausforderungen nicht allein dasteht, wenn man offen anspricht, was einem gerade „Bauchschmerzen“ bereitet.

Irgendwer hat wahrscheinlich schon mal ganz ähnliche Hürden gemeistert. Hier kannst du dir gute Lösungswege abgucken und merkst schnell, dass viele Stolpersteine gar kein Weltuntergang sind, wenn man sie näher betrachtet. Ein aufbauender Gedanke, oder?

Wie wichtig es ist, Neues zu wagen und sich als Persönlichkeit zu entwickeln, hat auch Steve Jobs in einer Rede vor Absolventen der Stanford-University eindrucksvoll und emotional dargelegt. Was er den Studierenden ganz konkret mit auf den Weg gibt, habe ich im Artikel „Habe den Mut, Deinem Herzen zu folgen“: Die berührende Rede von Apple-Gründer Steve Jobs in Stanford für dich zusammengefasst.

Lernen in den (beruflichen) Alltag integrieren

Bevor du Fortbildungen, Schulungen und lebenslanges Lernen im Allgemeinen zu einem Teil deiner täglichen Routine machst, solltest du kurz betrachten, was dir dabei Steine in den Weg legen könnte. Denn vor allem zwei Faktoren halten und davon ab, uns neues Wissen anzueignen:

  • Keine Vorbilder
    Viel zu oft verharren wir aus Bequemlichkeit in alten Mustern, obwohl die uns eigentlich gar nicht guttun – und unser Umfeld bestärkt uns dabei sogar oft noch! Umgib dich stattdessen mit Menschen, für die es ganz selbstverständlich ist, die Dinge neugierig zu hinterfragen. Mit der Zeit wirst du diese Haltung auch für dich selbst als positiv und erstrebenswert empfinden.
  • Kein Raum, um Unwissen einzugestehen
    Wer gibt schon gern zu, dass sie/er etwas nicht weiß? Vermutlich fühlt sich dabei niemand so richtig wohl. Ist man dann noch in einem Umfeld gefangen, in dem Nichtwissen grundsätzlich als Manko betrachtet und abgestraft wird, haben neue Impulse keine Chance. Sorge daher für einen sicheren Raum, in dem es allen möglich ist auch einmal zu sagen „Kann mir das jemand genau erklären?“ ohne sich minderbemittelt vorzukommen.
    Auf so ein Unternehmensklima bin auch ich angewiesen. In einigen fachlichen Themen kann ich in meiner Funktion mittlerweile gar nicht mehr so tief in der Materie sein. Wenn es um wichtige Unternehmensentscheidungen geht, lasse ich mir daher gerne von meinen Teamleiterinnen und Teamleitern die Details erklären. Das hat meiner Reputation bisher nicht geschadet…


Du siehst: Um die Lust am Lernen zu erhalten, braucht es vor allem ein passendes Umfeld. Schaffe daher nicht nur privat, sondern auch in deinem Business die Möglichkeit, Probleme eigenständig zu bearbeiten. Ich versuche, es meinen Leuten in Sachen Weiterbildung so einfach wie möglich zu machen und ermuntere sie auch aktiv dazu. Dabei sollte jede Führungskraft auch mit gutem Beispiel vorangehen und die eigene Weiterentwicklung aktiv kommunizieren. Fortbildungen sind nämlich schon lange nicht mehr nur dafür da, fachliche Defizite auszugleichen. Stattdessen lautet die Devise: Persönliche Weiterentwicklung.

Wer nicht fragt, bleibt dumm

Ich habe in diesem Text nun mehrfach erwähnt, wie wichtig es ist, Bestehendes zu hinterfragen. Doch wenn Fragen zu stellen ein so elementarer Teil des lebenslangen Lernens ist, wieso sind wir dann oft so gehemmt, den Mund aufzumachen?

Eine Ursache dafür findet sich in unserer Kindheit: Bereits ab dem ersten Schultag verinnerlichen wir schnell, dass eine gestellte Frage oft nicht ohne eine Bewertung auskommt. Deshalb schweigen Viele auch im Erwachsenenalter aus Angst, jemand könnte uns aufgrund unserer „dummen Frage“ abwerten. Diese Verknüpfung gilt es unbedingt zu lösen! Denn so sind wir nicht nur motivierter, zu lernen, sondern arbeiten auch wesentlich besser mit Anderen zusammen. Schließlich möchte sich jeder in einer Gruppe angenommen fühlen – und das gelingt viel eher, wenn niemand Angst davor hat, lächerlich gemacht zu werden.

Lebenslanges Lernen: Was kann ich konkret tun?

Wir leben in einem wunderbaren Zeitalter, um uns neue Fähigkeit anzueignen. Unsere digitalisierte und vernetzte Welt bietet eine Fülle an Informationen – und das sogar oft für sehr kleines Geld! Wir müssen nur zugreifen. Hier einige Beispiele:

  • Fortbildungen/Kurse
    Das Angebot in dieser Hinsicht ist beinahe endlos: Ob in Präsenz oder online, in Print oder digital…zu nahezu jedem Fachgebiet sind mittlerweile Schulungen verfügbar. Lass dir bei der Auswahl ruhig etwas Zeit, vergleiche Anbieter:innen und überlege, welche Art des Lernens dir am meisten entspricht. Du brauchst Ansprache und regelmäßigen Austausch mit anderen? Dann ist ein Kurs, den du allein im stillen Kämmerlein absolvierst, vielleicht nicht ganz das Passende für dich. Wofür auch immer du dich entscheidest: Setze Prioritäten, anstatt alles auf einmal machen zu wollen – sonst setzt schnell ein Gefühl der Überforderung ein und deine Motivation verpufft.

Tipp: Im Artikel Her mit dem Wissen! 5 Fortbildungsmöglichkeiten für Selbständige erhältst du Weiterbildungsideen für verschiedene Budgets und Zeiteinsätze.

  • Lesen
    Klingt naheliegend, leider räumen wir Büchern viel zu wenig Platz in unserer täglichen Routine ein. Mein Tipp: Setze dir kleine, erreichbare Ziele. Ersetze „Ich lese 30 Bücher im Jahr“ lieber durch „Ich lese fünf Seiten am Tag“. Das ist nicht nur viel realistischer, sondern wird es dir außerdem erleichtern, dauerhaft bei der Sache zu bleiben.

Tipp: In meinem Blog findest du viele nützliche Lesetipps für Freelancer:innen, Selbständige und Existenzgründer:innen. Mit dem  Buchtipp für SEA-Einsteiger: „Das Buch zu Google Ads“ wirst du zur/zum SEA-Kenner:in, „Follow me!“: Prall gefüllter Ratgeber für das perfekte Social Media Management sorgt für Durchblick in Sachen Facebook, Instagram und Twitter und Mein Buchtipp: Content Design – durch Gestaltung die Conversion beeinflussen hilft dir, deine Inhalte ins rechte Licht zu rücken.

  • Von Anderen lernen
    Auch dein Freundes- und Kollegenkreis kann dir wertvolle Impulse zur Weiterentwicklung geben. Fühle dich nicht bedroht, wenn deine Mitmenschen etwas besser können – im Gegenteil, davon kannst du nur profitieren. Bitte um Erklärungen, biete bei Projekten deine Hilfe an und nutze diese Möglichkeiten, um ganz praktisch dazuzulernen. Ich hatte im Laufe meines beruflichen Werdegangs zwei Mal das große Glück, auf Menschen zu treffen, die ihr umfangreiches Wissen an mich weitervermittelten. Daraus haben sich tolle Mentorenbeziehungen entwickelt, die mich enorm weitergebracht haben. Nutze solche Chancen!
  • Ausprobieren
    Vollkommen egal, in welcher Hinsicht du dich weiterentwickeln möchtest, irgendwann sollten auf deine Überlegungen Taten folgen. Verabschiede dich dabei von der Vorstellung, dass jedes deiner Vorhaben auf der Stelle gelingen muss. Im Zweifelsfall weißt du, was für dich nicht funktioniert, erlernst neue Fähigkeiten und erfährst dabei auch noch eine Menge über dich selbst.

Ganzheitlich wachsen durch lebenslanges Lernen

Unter passenden Voraussetzungen ist lebenslanges Lernen keine lästige Pflichtübung mehr, sondern macht sogar eine Menge Spaß. Mit der richtigen inneren Einstellung und einem Umfeld, das Wissbegierde fördert wirst du an Herausforderungen ganzheitlich wachsen – als Führungskraft, Kollegin oder Kollege und natürlich auch privat.

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Über Ralph Günther

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